• 9 % Umsatzwachstum (9 % währungsbereinigt) dank sehr guter Ergebnisse mit Gesundheitsdienstleistungen
  • Operatives Ergebnis um 9 % gesteigert dank starker Entwicklung in Latein-Amerika und Asien-Pazifik
  • Deutlicher Zuwachs beim Konzernergebnis von 27 % (17 % bereinigt um Sondereinflüsse1)
  • Versorgungsmanagement mit dynamischem Umsatzwachstum (+29 %), sequenziell verbesserte operative Marge von 5 % entspricht Erwartungen
  • Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt
 
Kennzahlen für das dritte Quartal 2016

in Mio US-$  Q3 2016  Q3 2015   
 Umsatz  4.598  4.231  +9 %
 Operatives Ergebnis (EBIT)  670  614  +9 %
 Konzernergebnis2  333  262  +27 %
 Konzernergebnis ohne Sondereinflüsse1,2  333  284  +17 %
 Gewinn je Aktie (in US-$)  1,09  0,86  +26 %

Kennzahlen für die ersten neun Monate 2016

in Mio US-$  Q1-3 2016  Q1-3 2015   
 Umsatz  13.224  12.390  +7 %
 Operatives Ergebnis (EBIT)  1.851  1.665  +11 %
 Konzernergebnis2  855  713  +20 %
 Konzernergebnis ohne Sondereinflüsse1,2
 855  735  +16 %
 Gewinn je Aktie (in US-$)  2,80  2,34  +19 %

Rice Powell, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care, sagte: „Wir sind sehr zufrieden mit unserer Geschäftsentwicklung im dritten Quartal und bestätigen daher unsere Ziele für das Gesamtjahr 2016. Alle Regionen haben sich gut entwickelt. Zudem profitieren wir weiterhin von den Einsparungen aus dem weltweiten Effizienzprogramm. Es ist uns außerdem gelungen, unsere weltweite Präsenz auszubauen. Der Bereich Versorgungsmanagement wächst dynamisch. Das bietet gute Chancen, unser Angebot an Gesundheitsdienstleistungen weiter auszubauen.“

Umsatz und Ertrag

Der Umsatz von Fresenius Medical Care stieg im dritten Quartal 2016 um 9 % auf 4,598 Milliarden US-Dollar (+9 % währungsbereinigt). Zurückzuführen ist dies vor allem auf eine gute Entwicklung der Gesundheitsdienstleistungen, deren Umsatz um 10 % auf 3,734 Milliarden US-Dollar stieg. Gründe für die Zunahme sind eine verbesserte durchschnittliche Vergütung pro Behandlung in den USA (+3 US-Dollar) sowie ein starkes organisches Wachstum. Der Umsatz mit Dialyseprodukten erhöhte sich im dritten Quartal um 4 % auf 864 Millionen US-Dollar. Dies ist begründet durch verbesserte Verkaufszahlen von Dialysegeräten, Dialysatoren und Produkten für die Akutversorgung.

In den ersten neun Monaten 2016 steigerte Fresenius Medical Care den Umsatz um 7 % (Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen: +8 %, währungsbereinigt +9 %; Umsatz mit Dialyseprodukten: +2 %, währungsbereinigt +4 %).

Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich im dritten Quartal auf 670 Millionen US-Dollar. Ebenso wie der Umsatz erhöhte sich das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9 %. Der Anstieg der operativen Marge um 10 Basispunkte auf 14,6 % unterstreicht die solide Ergebnisqualität. Neben einer guten Geschäftsentwicklung in Latein-Amerika nach dem Verkauf des Geschäfts mit Dialysedienstleistungen in Venezuela im Vorjahresquartal trug auch ein starkes Ergebnis in Asien-Pazifik zur verbesserten operativen Marge bei. In Nordamerika wirkten sich höhere Personalkosten für Dialysedienstleistungen negativ auf die operative Marge aus. Gesunkene Kosten für Verbrauchsmaterialien und ein höherer Anteil privat versicherter Patienten glichen diesen Effekt teilweise aus.

In den ersten neun Monaten steigerte Fresenius Medical Care das operative Ergebnis um 11 % auf 1,851 Milliarden US-Dollar.

Die Nettozinsaufwendungen lagen im dritten Quartal 2016 mit 100 Millionen US-Dollar auf dem Niveau des Vorjahres. In den ersten neun Monaten erhöhten sich die Nettozinsaufwendungen um 1 % auf 308 Millionen US-Dollar. Grund für den leichten Anstieg ist hauptsächlich ein geringerer Zinsertrag bedingt durch eine Rückzahlung verzinster Darlehensforderungen im vierten Quartal 2015. Ein niedrigeres Schuldenniveau glich diesen Effekt teilweise aus.

Die Ertragssteuern sanken im dritten Quartal 2016 um 2 % auf 164 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einer effektiven Steuerquote von 28,8 % nach 32,8 % im Vorjahresquartal. Gründe für den Rückgang um 400 Basispunkte sind ein niedrigerer Steueraufwand aufgrund der Auflösung von Steuerrückstellungen im Zusammenhang mit der laufenden Betriebsprüfung sowie die positive Auswirkung des im dritten Quartal 2015 erfassten steuerlich nicht abzugsfähigen Verlusts aus dem Verkauf unseres Geschäfts mit Dialysedienstleistungen in Venezuela.

In den ersten neun Monaten stiegen die Ertragssteuern auf 471 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einer effektiven Steuerquote von 30,5 % (-190 Basispunkte).

Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care entfallende Konzernergebnis stieg im dritten Quartal 2016 um 27 % auf 333 Millionen US-Dollar. Bereinigt um die Sondereinflüsse1 aus 2015 erhöhte es sich um 17 %. Basierend auf einer durchschnittlich gewichteten Zahl ausstehender Aktien von 306 Millionen erhöhten sich der Gewinn je Aktie (EPS) im dritten Quartal 2016 von 0,86 US-Dollar um 26 % auf 1,09 US-Dollar, der EPS ohne Sondereinflüsse wuchs von 0,93 US-Dollar um 17 % auf 1,09 US-Dollar.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 wuchs das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis um 20 % auf 855 Millionen US-Dollar.

Entwicklung der Segmente

In Nordamerika steigerte Fresenius Medical Care den Umsatz im dritten Quartal um 10 % auf 3,300 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht 72 % des Gesamtumsatzes. Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen stieg um 10 % auf 3,068 Milliarden US-Dollar. 618 Millionen US-Dollar davon entfallen auf das Versorgungsmanagement. Der Bereich wuchs gegenüber dem Vorjahresquartal um 29 %, hauptsächlich wegen eines starken organischen Wachstums von 24 %. Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen erhöhte sich um 6 % auf 2,450 Milliarden US-Dollar. Dies ist zurückzuführen auf eine verbesserte durchschnittliche Vergütung pro Behandlung sowie auf einen höheren Anteil privat versicherter Patienten. Der Umsatz mit Dialyseprodukten erhöhte sich dank verbesserter Verkaufszahlen, insbesondere von Dialysegeräten und Dialysatoren, um 7 % auf 232 Millionen US-Dollar. Das operative Ergebnis stieg um 4 % auf 536 Millionen US-Dollar. Die operative Marge von 16,2 % blieb gegenüber dem zweiten Quartal 2016 stabil. Sie lag 90 Basispunkte unter dem Stand des Vorjahresquartals. Gründe waren gestiegene Personalkosten, ein höherer Aufwand aus langfristigen Vergütungsprogrammen und Wachstum im margenschwächeren Bereich Versorgungsmanagement. Gesunkene Kosten für Verbrauchsmaterialien glichen dies teilweise aus. Die operative Marge im Bereich Versorgungsmanagement lag bei 5,0 %. Dies ist ein Anstieg von 60 Basispunkten gegenüber dem zweiten Quartal 2016. Im Vorjahresquartal lag die operative Marge bei 6,8 %.

In den ersten neun Monaten im Geschäftsjahr 2016 erhöhte sich der Umsatz in Nordamerika um 9 % auf 9,512 Milliarden US-Dollar. Das operative Ergebnis stieg im gleichen Zeitraum um 16 % auf 1,486 Milliarden US-Dollar.

In der Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) steigerte Fresenius Medical Care den Umsatz im dritten Quartal um 2 % auf 675 Millionen US-Dollar (+4 % währungsbereinigt). Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen wuchs um 8 % auf 335 Millionen US-Dollar (+10 % währungsbereinigt). Dies ist in erster Linie auf Akquisitionen (8 %) zurückzuführen. Negative Währungseffekte hatten eine gegenläufige Wirkung (2 %). Die Zahl der Dialysebehandlungen stieg im dritten Quartal um 9 %. Der Umsatz mit Dialyseprodukten sank um 3 % auf 340 Millionen US-Dollar (-1 % währungsbereinigt). Die Abnahme ist zurückzuführen auf einen rückläufigen Absatz von Arzneimitteln zur Behandlung von Nierenerkrankungen (deren Marketingrechte in 2015 verkauft wurden) sowie Dialysatoren. Durch höhere Verkäufe von Dialysegeräten und Blutschläuchen wurde dieser Effekt teilweise ausgeglichen. Das operative Ergebnis sank im dritten Quartal um 4 % auf 125 Millionen US-Dollar. Gründe hierfür sind ein Vorjahreseffekt, der aus dem Verkauf von europäischen Vermarktungsrechten für bestimmte Dialysemedikamente resultierte, sowie gestiegene Produktionskosten und höhere Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen. Dies wurde teilweise durch günstige Währungseffekte ausgeglichen. Die operative Marge sank um 120 Basispunkte auf 18,5 %.

In den ersten neun Monaten wuchs der Umsatz in der Region EMEA um 1 % auf 1,982 Milliarden US-Dollar (+4 % währungsbereinigt) und das operative Ergebnis um 3 % auf 395 Millionen US-Dollar.

In der Region Asien-Pazifik erhöhte sich der Umsatz im dritten Quartal 2016 um 13 % auf 427 Millionen US-Dollar (+8 % währungsbereinigt). Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen belief sich auf 192 Millionen US-Dollar. Die Zahl der Dialysebehandlungen stieg um 5 %. Der Umsatz mit Dialyseprodukten steigerte sich um 11 % auf 235 Millionen US-Dollar (+12 % währungsbereinigt). Alle Produktgruppen trugen zu dieser positiven Entwicklung bei. Das operative Ergebnis stieg im dritten Quartal deutlich um 25 % auf 85 Millionen US-Dollar an. Die operative Marge verbesserte sich deutlich auf 19,8 %. Der Anstieg um 190 Basispunkte ist auf die gute Geschäftsentwicklung und positive Währungseffekte zurückzuführen.

In den ersten neun Monaten wuchs der Umsatz in Asien-Pazifik um 8 % auf 1,198 Milliarden US-Dollar (+8 % währungsbereinigt). Das operative Ergebnis verbesserte sich im gleichen Zeitraum um 3 % auf 225 Millionen US-Dollar.

In Lateinamerika belief sich der Umsatz im dritten Quartal auf 192 Millionen US-Dollar. Das entspricht einer Verbesserung von 9 %. Währungsbereinigt steigerte Fresenius Medical Care den Umsatz um 27 %. Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen stieg um 6 % auf 139 Millionen US-Dollar (+31 % währungsbereinigt). Gründe hierfür sind das organische Wachstum der Umsatzerlöse je Behandlung aufgrund rückwirkend gestiegener Erstattungssätze sowie ein Beitrag aus Akquisitionen und ein organisches Behandlungswachstum. Der Verkauf des Geschäfts mit Dialysedienstleistungen in Venezuela im Vorjahr wirkte gegenläufig. Die Zahl der Dialysebehandlungen stieg im dritten Quartal um 1 %. Der Umsatz mit Dialyseprodukten erhöhte sich aufgrund höherer Verkäufe von Dialysatoren, Dialysekonzentraten und Blutschlauchsystemen um 19 % auf 53 Millionen US-Dollar (+18 % währungsbereinigt). Das operative Ergebnis belief sich auf 20 Millionen US-Dollar. Dies ist in erster Linie auf einen höheren Umsatz zurückzuführen. Negative Währungseffekte und im Wesentlichen inflationsbedingte Kosten wirkten gegenläufig. Die operative Marge stieg auf 10,5 %.

In den ersten neun Monaten sank der Umsatz von Fresenius Medical Care in Latein-Amerika um 10 % auf 520 Millionen US-Dollar (+13 % währungsbereinigt). Das operative Ergebnis erhöhte sich um 86 % auf 47 Millionen US-Dollar.

Cash Flow

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag im dritten Quartal 2016 bei 439 Millionen US-Dollar nach 579 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Dies entspricht 9,5 % des Umsatzes. Der Rückgang ist hauptsächlich zurückzuführen auf eine freiwillige Zuführung von 100 Millionen US-Dollar zum Pensionsplanvermögen in den USA. Die Forderungslaufzeiten haben sich im dritten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorquartal um 2 Tage auf 72 Tage erhöht.

In den ersten neun Monaten lag der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit bei 1,296 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht 9,8 % des Umsatzes.

Mitarbeiter

Zum 30. September 2016 beschäftigte Fresenius Medical Care 108.851 Mitarbeiter (ermittelt auf Vollzeitbeschäftigungsbasis) gegenüber 102.591 Mitarbeitern Ende September 2015. Die Zunahme von 6 % resultierte aus dem anhaltenden organischen Wachstum des Unternehmens.

Übernahme des indischen Betreibers von Dialysezentren Sandor Nephro Services

Im September 2016 hat Fresenius Medical Care 85 % an der indischen Dialysegruppe Sandor Nephro Services von einer Investorengruppe übernommen. Gegründet im Jahr 2011, ist Sandor Nephro Services Indiens zweitgrößter Anbieter von Dialysebehandlungen und betreibt unter der Marke „Sparsh Nephrocare“ mehr als 50 Dialysezentren. Mit der Übernahme stärkt Fresenius Medical Care sein Kerngeschäft in einer der weltweit am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften. Sandor Nephro Services erwartet für das Jahr 2016 einen Umsatz von rund 3 Millionen US-Dollar. Fresenius Medical Care erwartet, dass die Investition ab 2017 positiv zum Ergebnis beitragen wird.

Ausblick bestätigt

Auf Grundlage der guten Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten bestätigt Fresenius Medical Care den Ausblick für das Gesamtjahr 2016. Das Unternehmen erwartet ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 7 bis 10 %. Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis soll um 15 bis 20 % steigen.

Telefonkonferenz

Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse des dritten Quartals und der ersten neun Monate 2016 findet am Donnerstag, den 27. Oktober 2016, um 15.30 Uhr MESZ eine Telefonkonferenz für Investoren und Analysten statt. Die Telefonkonferenz können Sie live im Internet verfolgen unter www.freseniusmedicalcare.com/de im Bereich „Investoren/Events & Präsentationen“. Nach der Telefonkonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung auf unserer Website zur Verfügung.

Eine Übersicht über die Ergebnisse des dritten Quartals und der ersten neun Monate 2016 finden Sie im PDF.

1Konzernergebnis 2015 bereinigt um Sondereinflüsse: Verkauf des Geschäfts mit Dialysedienstleistungen in Venezuela (-27 Millionen US-Dollar), Verkauf von europäischen Vermarktungsrechten von Dialysemedikamenten an Vifor (+5 Millionen US-Dollar)
2Konzernergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt