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11. Juni 2018

Fresenius Medical Care und Humacyte vereinbaren strategische Zusammenarbeit – Dialyseanbieter beteiligt sich mit 150 Mio. US-Dollar

Fresenius Medical Care, der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, und das US-amerikanische Medizinunternehmen Humacyte, Inc. haben eine strategische, globale Partnerschaft und eine Beteiligung über 150 Mio. US-Dollar an Humacyte vereinbart. Damit soll das von Humacyte entwickelte menschliche azelluläre Blutgefäß HUMACYL® einer möglichst großen Zahl von Patienten weltweit zugänglich gemacht werden. HUMACYL wird derzeit für den Einsatz als vaskulärer Gefäßzugang bei Hämodialyse-Patienten getestet und könnte sich als wirksamer erweisen als herkömmliche synthetische Transplantate und Fisteln.

Im Rahmen der Vereinbarung erhält Fresenius Medical Care nach Zulassung die weltweiten Exklusivrechte zur Vermarktung von HUMACYL. Zudem erwirbt Fresenius Medical Care für 150 Mio. US-Dollar eine 19-prozentige Beteiligung an Humacyte. Die Investition ermöglicht Fresenius Medical Care, nach der Produktzulassung bedeutende klinische Innovationen in Form von Humacytes biotechnologisch hergestellten menschlichen azellulären Gefäßen Patienten mit chronischem Nierenversagen weltweit zur Verfügung zu stellen. Die Transaktion unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich des Ablaufs oder der Beendigung der Wartefrist gemäß dem Hart-Scott-Rodino Antitrust Improvements Act und wird voraussichtlich im Juli 2018 abgeschlossen.

„Die Partnerschaft mit Humacyte bietet uns die Möglichkeit, Dialysepatienten künftig einen effektiveren und sichereren Gefäßzugang anzubieten, einschließlich einer kürzeren Kontaktzeit des Katheters“, so Dr. Franklin Maddux, Chief Medical Officer von Fresenius Medical Care Nordamerika. „Indem wir unseren Patienten diese innovative Technologie weltweit zugänglich machen, verschaffen wir sowohl den Patienten als auch den Gesundheitssystemen erhebliche Vorteile. Denn wir erwarten weniger Komplikationen, Infektionen und Eingriffe als bei synthetischen Transplantaten. Das schont die Patienten und in der Folge auch die Budgets der Gesundheitssysteme.“

Für den zur Dialysebehandlung notwendigen Gefäßzugang werden derzeit noch Fisteln, Transplantate und zentralvenöse Katheter verwendet. Alle drei Optionen bringen Nachteile mit sich. Die Hälfte der Fisteln versagt und reift bei Patienten nicht. In der Zwischenzeit benötigen viele Patienten einen zentralen Venenkatheter, was das Infektionsrisiko deutlich erhöht. Humacyte hat daher HUMACYL entwickelt, ein neuartiges, auf menschlichem Gewebe basierendes Prüfpräparat für Hämodialyse-Patienten. Im Vergleich zu einer arteriovenösen Fistel kann HUMACYL innerhalb von Wochen für den Einsatz in der Hämodialyse zur Verfügung stehen und eine insgesamt höhere Reifezeit aufweisen. Es kann auch eine länger haltbare biologische Alternative zu synthetischen Transplantaten bieten.

„Dies ist ein Meilenstein für Humacyte. Wir haben nun den stärksten Partner, um unser Produkt für mehr Patienten weltweit verfügbar zu machen“, so Carrie Cox, Vorstandsvorsitzende von Humacyte. „Durch die Partnerschaft können wir das Potenzial von HUMACYL in der regenerativen Medizin weiter ausloten und unsere vielversprechende Produktpipeline fortentwickeln.“

Das biotechnologisch hergestellte Blutgefäß HUMACYL befindet sich derzeit in den USA und Europa in Phase-III-Zulassungsstudien. Humacyte plant, nach deren Abschluss in beiden Regionen die Zulassung zu beantragen.

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