Fresenius Group Overview

30. Oktober 2018

Fresenius Medical Care veröffentlicht Geschäftszahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2018

  • Patientenzahlen in allen Regionen gestiegen
  • Operative Marge in Nordamerika im dritten Quartal auf 18,5 % gesteigert
  • Umsatz mit Dialysedienstleistungen in Nordamerika um 6 % gestiegen (+5 % währungsbereinigt)
  • Umsatz im Bereich Versorgungsmanagement durch Verkauf von Sound zurückgegangen
  • Ausblick für 2018 spiegelt die unter den Erwartungen liegende Wachstumsbeschleunigung im dritten Quartal und die erwartete schwächere Geschäftsentwicklung im vierten Quartal wider

1 Eine detaillierte Überleitungsrechnung finden Sie in der Tabelle im PDF
2 Konzernergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt

Rice Powell, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care, sagte: „Unser drittes Quartal war von mehreren Entwicklungen beeinflusst, die sich insgesamt stärker als erwartet in unseren Geschäftsergebnissen niedergeschlagen haben. Deshalb sind wir weniger stark gewachsen als zunächst angenommen. Wir gehen davon aus, dass sich das derzeitige Behandlungswachstum und das unter Plan liegende Akquisitionsvolumen auch auf die Ergebnisse des vierten Quartals auswirken werden. Wir haben bereits geeignete Maßnahmen identifiziert und mit der Umsetzung begonnen. Fresenius Medical Care bleibt auf Wachstumskurs.“

Umsatz mit Dialysedienstleistungen gewachsen

Der Umsatz von Fresenius Medical Care ging im dritten Quartal um 6 % auf 4,058 Mrd € zurück (-6 % währungsbereinigt), was vor allem auf die höhere Vergleichsbasis zurückzuführen ist, die den Umsatzbeitrag von Sound Inpatient Physicians („Sound“) im dritten Quartal 2017 von 253 Mio € sowie den Effekt aus der Einführung von IFRS 15 („IFRS 15“) von 117 Mio € enthielt. Ohne diese beiden Effekte erhöhte sich der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 2 % (3 % währungsbereinigt). Grund für die Verbesserung ist hauptsächlich ein Anstieg der Behandlungszahlen in Nordamerika um 3 %.

Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen sank um 8 % auf 3,258 Mrd € (-8 % währungsbereinigt), was hauptsächlich auf die beiden oben genannten Gründe zurückzuführen ist (Sound und IFRS 15). Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen um 3 %, hauptsächlich aufgrund eines organischen Umsatzwachstums mit Dialysedienstleistungen durch gestiegene Behandlungszahlen. Ein erwarteter Umsatzrückgang im Bereich Versorgungsmanagement glich diesen Effekt teilweise aus. Der Rückgang um 53 % (-56 % währungsbereinigt) auf 354 Mio € ist begründet durch den Verkauf von Sound und die Einführung von IFRS 15. Auf vergleichbarer Basis sank der Umsatz im Bereich Versorgungsmanagement um 22 % (-27 % währungsbereinigt), was zurückzuführen ist auf den Kalzimimetika-Wechsel vom Apotheken- in das Dialysedienstleistungsgeschäft und einen höheren Umsatz mit End Stage Renal Disease Seamless Care Organizations („ESCOs“) im Vorjahr aufgrund der erstmaligen Erfassung der neuen 2017er ESCOs. Der Umsatz mit Dialyseprodukten lag mit 800 Mio € (+1 % währungsbereinigt) etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Dies ist begründet durch ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld in einigen Schwellenländern in den Regionen EMEA und LA. Währungsbereinigt stieg der Umsatz mit Dialyseprodukten um 2 % aufgrund von höheren Umsätzen mit Dialysemedikamenten und Produkten für die Akutdialyse. Geringere Umsätze mit Produkten für die chronische Hämodialyse wirkten gegenläufig.

In den ersten neun Monaten 2018 ging der Umsatz von Fresenius Medical Care aufgrund der Effekte von Sound und IFRS 15 um 8 % (-2 % währungsbereinigt) auf 12,274 Mrd € zurück. Auf vergleichbarer Basis sank der Umsatz um 4 %, was auf negative Fremdwährungseffekte zurückzuführen ist. Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 3 %.

Operatives Ergebnis von Einmaleffekten beeinflusst

Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich im dritten Quartal 2018 auf 527 Mio €. Der Rückgang von 13 % (-20 % währungsbereinigt) ist begründet durch die höhere Vergleichsbasis durch den EBIT-Beitrag von Sound in Höhe von 20 Mio € im dritten Quartal 2017. Darüber hinaus wirkte sich eine Erhöhung der Rückstellungen für die FCPA-Vergleichsverhandlungen um 75 Mio €, Aufwendungen für Informationskampagnen zu Referenden zur Dialyse in den USA in Höhe von 23 Mio € (steuerlich nicht abzugsfähig) sowie ein positiver Währungseffekt in Höhe von 10 Mio € im Zusammenhang mit Veräußerungen im Versorgungsmanagement im dritten Quartal auf die Entwicklung des operativen Ergebnisses aus. Die Erhöhung der Rückstellungen für die FCPA-Vergleichsverhandlungen berücksichtigt eine mit der U.S.-amerikanischen Regierung erzielte Verständigung über die finanziellen Aspekte einer möglichen Einigung und eine Aktualisierung der laufenden Rechtskosten zur Fortführung der Vergleichsverhandlungen. Wesentliche nicht-finanzielle Punkte sind noch in der Diskussion und bedürfen einer Klärung zur Zufriedenheit des Unternehmens, bevor eine Einigung erfolgen kann. Außerdem war das EBIT-Wachstum negativ beeinflusst durch die schwierige wirtschaftliche Situation in einigen Schwellenländern einschließlich der Hyperinflation in Argentinien. Auf vergleichbarer Basis erhöhte sich das EBIT um 5 % (4 % währungsbereinigt).

In den ersten neun Monaten steigerte Fresenius Medical Care das EBIT um 32 % (+39 % währungsbereinigt). Dies ist in erster Linie auf den positiven Effekt aus den Veräußerungen im Versorgungsmanagement zurückzuführen. Auf vergleichbarer Basis sank das operative Ergebnis um 7 % (-2 % währungsbereinigt).

Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis ging im dritten Quartal 2018 um 8 % (-17 % währungsbereinigt) auf 285 Mio € zurück. Auf vergleichbarer Basis stieg das Konzernergebnis um 20 % (+19 % währungsbereinigt) auf 364 Mio €. Basierend auf einer durchschnittlich gewichteten Zahl ausstehender Aktien von 306,5 Millionen verringerte sich das Ergebnis je Aktie (EPS) auf 0,93 € (-8 %). Auf vergleichbarer Basis erhöhte sich das EPS um 20 % (+19 % währungsbereinigt) auf 1,19 €.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018 wuchs das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis um 76 % (+86 % währungsbereinigt) auf 1,577 Mrd €. Grund hierfür sind vor allem die Veräußerungen im Versorgungsmanagement. Auf vergleichbarer Basis stieg das Konzernergebnis um 10 % (+ 16 % währungsbereinigt) auf 969 Mio €.

Weiterer Anstieg der Patientenzahlen in allen Regionen

Der Umsatz in Nordamerika, der 70 % des Gesamtumsatzes im dritten Quartal 2018 ausmacht, sank um 9 % auf 2,843 Mrd € (-11 % währungsbereinigt) und stieg auf vergleichbarer Basis um 4 % (+1 % währungsbereinigt). Das organische Wachstum in Nordamerika betrug 2%.

Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen stieg um 6 % auf 2,328 Mrd € (währungsbereinigt +5%). Hauptgründe für das Wachstum waren eine höhere durchschnittliche Vergütung je Behandlung, ein organisches Behandlungswachstum von 3 % in den USA sowie Akquisitionen. Gegenläufig wirkten Effekte aus der Einführung von IFRS 15 und einem Dialysetag weniger. Positiv wirkte sich im dritten Quartal auch eine starke Zunahme bei der Heimdialyse aus, die inzwischen von 12,4 % der Patienten in den USA genutzt wird. Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz mit Dialysedienstleistungen um 9 %, teilweise negativ beeinflusst durch einen Rückgang im Bereich der Akutdialyse infolge der Beendigung unrentabler Verträge sowie durch Verzögerungen bei Neueröffnungen von Dialysezentren. Der Umsatz im Bereich Versorgungsmanagement sank um 57 % auf 300 Mio € (-61 % währungsbereinigt), was vor allem auf den Umsatzbeitrag von Sound im Vorjahr sowie die Einführung von IFRS 15 zurückzuführen ist. Auf vergleichbarer Basis sank der Umsatz um 25 % (währungsbereinigt -32 %). Dieser Rückgang ist vor allem auf den Kalzimimetika-Wechsel vom Apotheken- in das Dialysedienstleistungsgeschäft sowie einen höheren Umsatz mit ESCOs im Vorjahr durch die erstmalige Erfassung der neuen 2017er ESCOs zurückzuführen.

In den USA stieg die durchschnittliche Vergütung pro Behandlung bereinigt um die Einführung von IFRS 15 und den Effekt der KV-Einigung um 15 US-Dollar von 341 US-Dollar auf 356 US-Dollar. Der hauptsächliche Grund hierfür war der Kalzimimetika-Wechsel ins Dialysedienstleistungsgeschäft. Diese Steigerung wurde teilweise ausgeglichen durch einen niedrigeren Umsatz mit privat versicherten Patienten.

Die Kosten pro Behandlung in den USA erhöhten sich bereinigt um die Einführung von IFRS 15 und Vorjahreskosten für Naturkatastrophen um 19 US-Dollar von 271 US-Dollar auf 290 US-Dollar. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf den Kalzimimetika-Wechsel vom Apotheken- in das Dialysedienstleistungsgeschäft, höhere Liegenschafts- und Gebäudekosten sowie die Auswirkungen eines Dialysetags weniger zurückzuführen.

Der Umsatz im Produktgeschäft in Nordamerika stieg um 2 % auf 215 Mio € (+1 % währungsbereinigt) aufgrund von höheren Umsätzen mit Dialysemedikamenten und Produkten für die Peritonealdialyse. Geringere Umsätze mit Produkten für die chronische Hämodialyse wirkten gegenläufig.

Das operative Ergebnis in Nordamerika lag im dritten Quartal bei 525 Mio €, was einem Anstieg von 9 % (währungsbereinigt +2 %) entspricht. Auf vergleichbarer Basis betrug das EBIT 538 Mio €, was einer Steigerung von 16 % entspricht. Die operative Marge stieg auf 18,5 % (18,9 % auf vergleichbarer Basis). Der Anstieg der operativen Marge auf vergleichbarer Basis ist im Wesentlichen auf geringere Personalkosten sowie die positiven Ergebniseffekte aus einer Vereinbarung für bestimmte Medikamente in den USA zurückzuführen.

In den ersten neun Monaten 2018 sank der Umsatz in Nordamerika um 12 % auf 8,589 Mrd € (-5 % währungsbereinigt). Auf vergleichbarer Basis sank der Umsatz um 5 % (+1 % währungsbereinigt). Vor allem durch den Gewinn aus den Veräußerungen im Versorgungsmanagement stieg das operative Ergebnis in den ersten neun Monaten 2018 um 47 % (währungsbereinigt +57 %) auf 2,173 Mrd €.

Fresenius Medical Care behandelt in Nordamerika 201.220 Patienten in 2.486 Kliniken (Stand Ende September 2018). Dies entspricht einem Anstieg der Anzahl der Patienten um 3 % und einem Anstieg der Anzahl der Kliniken um 5 %. Die Anzahl der Dialysebehandlungen stieg um 3 %.

Der Umsatz in der Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) sank im dritten Quartal 2018 um 2 % (+1 % währungsbereinigt) auf 620 Mio €, was vor allem auf das Wachstum des Umsatzes mit Gesundheitsdienstleistungen um währungsbereinigt 4 % zurückzuführen ist. Das Wachstum bei Gesundheitsdienstleistungen ist hauptsächlich begründet durch organisches Behandlungswachstum (+3 %) und Akquisitionen. Es wurde teilweise durch den Effekt von verkauften oder geschlossenen Kliniken sowie einem Dialysetag weniger ausgeglichen. Der Umsatz mit Gesundheitsprodukten sank um 5 % (-3 % währungsbereinigt) auf 306 Mio €. Der Umsatz mit Dialyseprodukten sank um 5 % (-2 % währungsbereinigt), was hauptsächlich auf niedrigere Umsätze mit Dialysatoren zurückzuführen ist. Dieser Effekt wurde teilweise durch höhere Umsätze mit Dialysegeräten ausgeglichen.

Das operative Ergebnis lag im dritten Quartal 2018 bei 88 Mio €, was einem Rückgang von 18 % (währungsbereinigt -16 %) entspricht. Die EBIT-Marge sank von 16,8 % auf 14,1 %, was hauptsächlich auf die positiven Effekte im Vorjahr aus einer gerichtlichen Einigung, höhere Personalkosten in einigen Ländern, einen Dialysetag weniger und ungünstige Wechselkurseffekte zurückzuführen ist.

In den ersten neun Monaten 2018 stieg der Umsatz in der Region EMEA um 1 % auf 1,908 Mrd € (+4 % währungsbereinigt). Das operative Ergebnis sank im gleichen Zeitraum um 10 % auf 302 Mio € (-9 % währungsbereinigt).

Fresenius Medical Care behandelt in der Region EMEA 64.539 Patienten in 769 Kliniken (Stand Ende September 2018). Dies entspricht einem Anstieg der Anzahl der Patienten um 4 % und einem Anstieg der Anzahl der Kliniken um 5 %. Die Anzahl der Dialysebehandlungen stieg um 4 %.

Der Umsatz in der Region Asien-Pazifik stieg im dritten Quartal 2018 um 3 % auf 421 Mio € (+4 % währungsbereinigt). Das Produktgeschäft entwickelte sich erneut solide mit einem Umsatzwachstum von 4 % auf 227 Mio € (währungsbereinigt +6 %). Dies ist vor allem auf einen gestiegenen Absatz von Hämodialyse-Produkten und Produkten für die Akutdialyse insbesondere in China und Indonesien zurückzuführen. Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen erhöhte sich um 1 % auf 194 Mio € (+1 % währungsbereinigt). Der Umsatz im Versorgungsmanagement stieg um 4 % auf 54 Mio € (währungsbereinigt +7 %), hauptsächlich aufgrund eines starken organischen Umsatzwachstums und Akquisitionen. Das operative Ergebnis sank um 14 % auf 66 Mio € (-14 % währungsbereinigt). Die EBIT-Marge sank auf 15,7 %. Gründe hierfür waren ungünstige Währungseffekte und höhere Kosten im Zusammenhang mit dem Geschäftswachstum.

In den ersten neun Monaten 2018 stieg der Umsatz in der Region Asien-Pazifik um 2 % auf 1,235 Mrd € (währungsbereinigt +8 %). Das operative Ergebnis sank um 8 % auf 218 Mio € (-5 % währungsbereinigt).

Fresenius Medical Care behandelte in der Region Asien-Pazifik 31.152 Patienten in 390 Kliniken (Stand Ende September 2018). Dies entspricht einem Anstieg der Anzahl der Patienten um
3 %. Die Anzahl der Kliniken blieb nahezu gleich. Die Anzahl der Dialysebehandlungen stieg um 2 %.

In Lateinamerika lag der Umsatz im dritten Quartal 2018 bei 171 Mio €, was einem Rückgang von 2 %, aber einem währungsbereinigten Anstieg von 27 % entspricht. Das währungsbereinigte Wachstum ist hauptsächlich auf ein starkes Wachstum des Geschäfts mit Gesundheitsdienstleistungen (+34 % währungsbereinigt) zurückzuführen. Gründe hierfür waren höhere Umsätze je Behandlung – in erster Linie durch Hyperinflation in Argentinien –, Akquisitionen und organisches Behandlungswachstum (+1 %). Der Umsatz im Produktgeschäft sank um 5 % auf 49 Mio €, stieg aber währungsbereinigt um 9 %, hauptsächlich aufgrund von gestiegenen Absätzen von Geräten und Produkten für die Akutdialyse. Das operative Ergebnis lag im dritten Quartal bei -1 Mio €. Gründe hierfür sind die Hyperinflation in Argentinien, negative Wechselkurseffekte und höhere Wertberichtigungen auf Forderungen. Die EBIT-Marge war daher ebenfalls negativ (-1 %).

In den ersten neun Monaten 2018 sank der Umsatz in Lateinamerika um 6 % auf 505 Mio €, stieg aber währungsbereinigt um 18 %. Das operative Ergebnis betrug 24 Mio €, ein Rückgang von 47 % (währungsbereinigt -56 %).

Fresenius Medical Care behandelt in Lateinamerika 32.174 Patienten in 227 Kliniken (Stand Ende September 2018). Dies entspricht einem Anstieg der Anzahl der Patienten um 5 %. Die Anzahl der Kliniken sank um 1 %. Die Anzahl der Dialysebehandlungen stieg um 4 %.

Die Kosten der Zentralbereiche beliefen sich auf vergleichbarer Basis auf 76 Mio € (währungsbereinigt unverändert). Unter Berücksichtigung der Erhöhung der Rückstellungen für laufende FCPA-Vergleichsverhandlungen um 75 Mio € stiegen die Kosten der Zentralbereiche auf insgesamt 151 Mio €.

Die Nettozinsaufwendungen beliefen sich auf 74 Mio € gegenüber 86 Mio € im dritten Quartal 2017. Der Rückgang um 14 % (-14 % währungsbereinigt) resultiert aus einem gesunkenen Schuldenstand und Zinserträgen aus der Anlage der Sound-Erlöse. Die Ertragsteuern beliefen sich im dritten Quartal 2018 auf 104 Mio €. Dies entspricht einer effektiven Steuerquote von 22,9 % nach 29,0 % im Vorjahresquartal. Dieser starke Rückgang erklärt sich hauptsächlich durch die Steuerreform in den USA und den Gewinn im Zusammenhang mit Veräußerungen im Versorgungsmanagement. Gegenläufig wirkten sich steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen aus (hauptsächlich Rückstellungen für die laufenden FCPA-Vergleichsverhandlungen und Aufwendungen für Informationskampagnen zu Referenden zur Dialyse in den USA).

Cash-Flow-Entwicklung

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cash Flow) lag im dritten Quartal 2018 bei 609 Mio € nach 612 Mio € im Vorjahresquartal. Der leichte Rückgang ist vor allem auf höhere Steuerzahlungen und freiwillige Zuzahlungen zum Pensionsplanvermögen in den USA zurückzuführen. Rückgänge bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wirkten gegenläufig. Der operative Cash Flow entsprach 15 % des Umsatzes. Die Forderungslaufzeiten gingen im dritten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorquartal um 5 Tage auf 77 Tage zurück. Im dritten Quartal lag der Free Cash Flow (Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit nach Investitionen in Sachanlagen, vor Akquisitionen und Beteiligungen) bei 352 Mio € nach 386 Mio € im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht 8,7 % des Umsatzes im aktuellen Geschäftsjahr und 8,9 % des Umsatzes im Vorjahreszeitraum.


Ausblick

Fresenius Medical Care erwartet ein Umsatzwachstum1  von währungsbereinigt 2 bis 3 %. Der währungsbereinigte Anstieg des Konzernergebnisses auf vergleichbarer Basis wird bei 11 bis 12 % erwartet und bereinigt2,3  bei 2 bis 3 %.

Der Ausblick für 2018 schließt Effekte aus dem geplanten Erwerb von NxStage Medical aus.

1 2017 bereinigt um IFRS 15 und die Beiträge von Sound Physicians im zweiten Halbjahr 2017
2 Konzernergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt; bereinigt um die Beiträge von Sound Physicians im zweiten Halbjahr 2017 und den Effekt aus den Veräußerungen im Versorgungsmanagement; 2018 bereinigt um Kosten im Zusammenhang mit FCPA Untersuchungen und Kosten für Informationskampagnen zu Referenden in den USA
3 KV-Einigung, Kosten durch Naturkatastrophen, 2017 FCPA-bezogene Kosten, US-Steuerreform

Weitere aktuelle Themen

Im Hinblick auf die Akquisition von NxStage Medical, Inc. haben die Vertragsparteien vereinbart, die Abschlussfrist bis zum 5. Februar 2019 zu verlängern, rechnen jedoch weiterhin mit dem Abschluss der Transaktion noch im Jahr 2018.

Zum 30. September 2018 beschäftigte Fresenius Medical Care 112.134 Mitarbeiter (ermittelt auf Vollzeitbeschäftigungsbasis) gegenüber 113.648 Mitarbeitern Ende September 2017. Grund für den Rückgang ist in erster Linie der Verkauf von Sound.

In der Zusammensetzung des Aufsichtsrats wird es eine Änderung geben. Deborah Doyle McWhinney wird aus privaten Gründen mit Wirkung zum 1. November 2018 ausscheiden. Ein Nachfolgeprozess ist eingeleitet worden.

Telefonkonferenz

Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse des dritten Quartals und der ersten neun Monate 2018 findet am Dienstag, den 30. Oktober um 15.30 Uhr MEZ eine Telefonkonferenz für Investoren und Analysten statt. Die Telefonkonferenz können Sie live auf der Website von Fresenius Medical Care verfolgen. Nach der Telefonkonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung dort zur Verfügung.

Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, von denen sich weltweit etwa 3,2 Millionen Patienten regelmäßig einer Dialysebehandlung unterziehen. In einem Netz aus 3.872 Dialysezentren betreut das Unternehmen weltweit 329.085 Dialysepatienten. Fresenius Medical Care ist zudem der führende Anbieter von Dialyseprodukten wie Dialysegeräten und Dialysefiltern. Ergänzende medizinische Dienstleistungen rund um die Dialyse bündelt das Unternehmen im Bereich Versorgungsmanagement. Fresenius Medical Care ist an der Börse Frankfurt (FME) und an der Börse New York (FMS) notiert.

Weitere Informationen im Internet unter www.freseniusmedicalcare.com/de.

Rechtliche Hinweise:
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie z.B. Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechsel-kursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius Medical Care übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.