Fresenius Group Overview

21. Dezember 2020

Fresenius Helios erwirbt führenden Anbieter von Reproduktionsmedizin

  • Übernahme der Eugin-Gruppe mit einem globalen Netz von Reproduktionskliniken und einem Umsatz von rund 160 Millionen Euro1
  • Fresenius Helios wird zu einem führenden internationalen Anbieter im Bereich der Reproduktionsmedizin
  • Akquisition ergänzt bestehende Präsenz von Fresenius Helios in Deutschland, Spanien und Lateinamerika
  • Globaler Markt für Reproduktionsmedizin bietet erhebliche Wachstumschancen und Konsolidierungspotenzial
  • Deutlich positive Beiträge der Eugin-Gruppe zum Konzernergebnis2 ab 2021

Fresenius Helios erwirbt von NMC Health3 die Luarmia S.L. und die NMC Eugin US Corporation (zusammen „Eugin-Gruppe“), einen der führenden internationalen Anbieter von Reproduktionsmedizin zu einer Bewertung4 von 430 Millionen Euro. Das Netzwerk der Eugin-Gruppe umfasst 31 Kliniken und 34 weitere Standorte in neun Ländern auf drei Kontinenten. Mit rund 1.300 Beschäftigten bietet das Unternehmen ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an.

1 Letztes abgeschlossenes Berichtsjahr 2019
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Bestehend aus NMC Health Plc (unter Insolvenzverwaltung gestellt) und NMC Healthcare Ltd (unter Insolvenzverwaltung gestellt)
4 Einschließlich ca. 80 Millionen Euro an Minderheitsbeteiligungen und übernommenen Finanzverbindlichkeiten

Die Übernahme soll bereits 2021 deutlich positiv zum Konzernergebnis1 beitragen. Fresenius Helios erwartet keine nennenswerten Integrationskosten.

Durch gesundes organisches Wachstum in Verbindung mit einer Reihe strategischer Akquisitionen hat sich die Eugin-Gruppe innerhalb von fünf Jahren von einem lokalen Anbieter in Spanien zu einem der weltweit führenden Unternehmen entwickelt. 2019 erwarb die Eugin-Gruppe die führende US-amerikanische Reproduktionsklinikkette Boston IVF und wurde damit einer von nur zwei weltweit tätigen Anbietern von Reproduktionsmedizin.

Demographische und gesundheitliche Trends sowie sich verändernde Lebensgewohnheiten haben in den letzten Jahren den Markt für Reproduktionsmedizin stark und nachhaltig wachsen lassen. Bedeutende wissenschaftliche Fortschritte haben zu höheren Erfolgsraten und geringeren Belastungen für Patienten geführt. Der globale Markt für Reproduktionsmedizin ist stark fragmentiert und bietet somit attraktive Gelegenheiten zur Konsolidierung.

Fresenius Helios bietet bereits seit Jahren reproduktionsmedizinische Behandlungen in einzelnen Krankenhäusern und ambulanten Zentren in Deutschland, Spanien und Lateinamerika an. Im Jahr 2019 führte Fresenius Helios mehr als 10.000 Behandlungszyklen2 für rund 7.000 Patienten durch, die meisten davon in Spanien. Bei Helios Deutschland gab es rund 800 Überweisungen im Zusammenhang mit reproduktionsmedizinischen Behandlungen, die von externen Dienstleistern durchgeführt wurden. Mit der Übernahme der Eugin-Gruppe wird Fresenius Helios zu einem führenden Anbieter in diesem dynamisch wachsenden Markt und schafft eine starke Basis für weiteres Wachstum.

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Ein „Zyklus“ kann als „ein Durchgang“ der reproduktionsmedizinischen Behandlung oder als „ein Versuch“, schwanger zu werden, betrachtet werden. Nicht jeder Zyklus führt zu einer Schwangerschaft. Deshalb unterziehen sich viele Frauen mehr als einem Zyklus. Daher ist die Zahl der behandelten Patientinnen in der Regel geringer als die Zahl der von einer Klinik durchgeführten Zyklen.

Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Eugin passt hervorragend zu Fresenius Helios. Es ist ein hoch profitables Unternehmen, das in einer Reihe attraktiver Märkte bestens positioniert ist. Das bewährte Managementteam teilt unseren Fokus auf Patientenwohl und medizinische Spitzenleistungen. Mit dieser Akquisition schaffen wir eine einzigartige Plattform für weiteres organisches Wachstum und zusätzliche Akquisitionen. In Kombination mit den bereits bestehenden Dienstleistungen unseres stationären und ambulanten Netzwerks können wir den Aufbau ganzheitlicher und interdisziplinärer Versorgungsmodelle beschleunigen und bedeutende Synergien erzielen.”

Dr. Francesco De Meo, für den Unternehmensbereich Fresenius Helios verantwortlicher Vorstand, sagte: „Eugin fügt sich ideal in unser Portfolio als integrierter Gesundheitsanbieter. Bereits jetzt werden bei Fresenius Helios jedes Jahr rund 70.000 Kinder geboren. Betrachtet man unsere bereits vorhandenen Reproduktionskliniken und Eugin zusammen, haben dank unserer Expertise und hohen Erfolgsrate schon fast 200.000 Kinder das Licht der Welt erblickt. Gemeinsam können wir künftig noch weitaus mehr Menschen bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches helfen – mit umfassendem Service, egal ob ambulant, stationär oder digital. Ich freue mich daher sehr auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Eugin-Gruppe. Wir teilen dieselbe Vision mit höchsten ethischen Ansprüchen und Qualitätsstandards.“

Eduardo González, Vorstandsvorsitzender der Eugin-Gruppe, sagte: „Mit dieser Transaktion beginnt für Eugin ein neuer Abschnitt des von uns eingeschlagenen Wachstumspfads. Wir sind ein führendes Unternehmen in der Reproduktionsmedizin, unser neuer Partner Fresenius Helios ist ein etablierter und profilierter Anbieter hochwertiger Gesundheitsdienstleistungen. In den letzten fünf Jahren konnte Eugin als Teil und mit der starken Unterstützung von NMC Healthcare wachsen und seine führende Position in der Branche ausbauen. Ich danke Fresenius für das Vertrauen in unser Team, dieses Wachstum fortzusetzen. Besonders hervorheben möchte ich den großartigen Einsatz und das Engagement all unserer medizinischen Fachkräfte und Beschäftigten. Jeden Tag geben sie ihr Bestes, um unseren Patienten den bestmöglichen Service zu bieten. Wir freuen uns auf das nächste Kapitel unseres Wachstums zusammen mit Fresenius Helios.“

Die bedeutendsten Märkte für die Eugin-Gruppe sind derzeit die USA, Spanien, Brasilien, Italien und Schweden. Daneben betreibt das Unternehmen auch Kliniken in Dänemark, Argentinien, Kolumbien und Lettland. Die Standorte befinden sich hauptsächlich in großen Ballungsgebieten wie Boston, Barcelona, São Paulo, Mailand und Stockholm. Im Jahr 2019 führte die Eugin-Gruppe insgesamt rund 37.000 Zyklen durch.

Im Berichtsjahr 2019 erwirtschaftete die Eugin-Gruppe einen Umsatz von rund 160 Millionen Euro und ein EBITDA von rund 31 Millionen Euro. Nach einem trotz vorübergehender Beschränkungen im Zusammenhang mit Covid-19 insgesamt solide verlaufenen 2020, erwartet die Eugin-Gruppe für 2021 ein EBITDA in der Größenordnung von 35 bis 40 Millionen Euro. Die Bewertung1 entspricht etwa dem 11,4-fachen des Mittelpunkts dieser Spanne. Wesentliche Faktoren für das erwartete EBITDA-Wachstum sind die starke Marktentwicklung, Effizienzprojekte im Zusammenhang mit den jüngsten Akquisitionen der Eugin-Gruppe, kürzlich erfolgte Neueröffnungen sowie die Steigerung der operativen Effizienz. Im Ausblick für 2021 sind mögliche weitere Akquisitionen nicht berücksichtigt.

1 Einschließlich ca. 80 Millionen Euro an Minderheitsbeteiligungen und übernommenen Finanzverbindlichkeiten

Die Eugin-Gruppe wird innerhalb von Fresenius Helios eine neue, separate Geschäfts- und Berichtseinheit neben Helios Deutschland und Helios Spanien bilden.

Im Rahmen der Transaktion erwirbt Fresenius Helios 100 Prozent des Aktienkapitals von Luarmia S.L., Spanien, der Holdinggesellschaft aller weltweiten Aktivitäten der Eugin-Gruppe mit Ausnahme der Vereinigten Staaten. Für die USA erwirbt Fresenius Helios 100 Prozent der NMC Eugin US Corporation, die 70 Prozent der Anteile an der Boston IVF besitzt; die restlichen Anteile halten die leitenden Ärzte der Boston IVF.

Der Kaufpreis wird aus vorhandenen Barmitteln und Kreditlinien finanziert.

Die Übernahme steht unter anderem unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden. Der Abschluss wird im ersten Halbjahr 2021 erwartet.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechts-streitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.