Fresenius Group Overview

06. Mai 2021

Fresenius startet trotz anhaltender Covid-19-Effekte gut ins Jahr 2021

  • Ausblick für 2021 bestätigt
  • Fresenius Medical Care mit solidem 1. Quartal
  • Fresenius Kabi mit ausgezeichnetem Wachstum in den Schwellenmärkten, Geschäft in Nordamerika weiterhin belastet
  • Helios Deutschland durch verlängerte Regelung zu Freihaltepauschalen unterstützt; Helios Spanien mit starkem Umsatz- und Ergebniswachstum aufgrund Erholung bei elektiven Behandlungen
  • Fresenius Vamed weiterhin stark beeinträchtigt durch Verschiebungen im Projektgeschäft wegen Covid-19; weiterhin robuste Entwicklung bei technischen High-End-Dienstleistungen
  • Vorbereitung konzernweiter Initiativen zur Verbesserung von Effizienz und Profitabilität vorangetrieben

Angaben ohne explizite Zeitangabe beziehen sich auf den Zeitraum 1. Quartal 2021. 
Im 1. Quartal 2021 fielen keine Sondereinflüsse an.

1Vor Sondereinflüssen
2Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Angesichts der Widrigkeiten und anhaltenden Unsicherheiten, die Covid-19 mit sich bringt, sind wir mit dem Start ins Jahr 2021 zufrieden. Wir haben es geschafft, aus eigener Kraft weiterzuwachsen, obwohl das erste Quartal des Vorjahres weniger stark von der Pandemie beeinträchtigt war. Das stimmt mich optimistisch, dass wir unsere gesteckten Ziele erreichen können. Anlass zur Hoffnung geben auch die Fortschritte bei den Impfungen weltweit. Für eine Entwarnung ist es aber zu früh; wir werden insbesondere in den kommenden Monaten noch mit dem Virus und seinen vielfältigen Auswirkungen umgehen müssen. Dies werden wir weiterhin in voller Verantwortung für die uns anvertrauten Patientinnen und Patienten tun. Gleichzeitig werden wir die Planungen zur Steigerung unserer Effizienz und Wirtschaftlichkeit weiter vorantreiben. Vor dem Hintergrund der langfristigen Wachstumstrends, die unsere Kerngeschäfte begünstigen, schaffen wir so die Voraussetzungen für gleichermaßen beschleunigtes wie nachhaltiges Wachstum. Wachstum, das immer bessere Medizin für immer mehr Menschen ermöglicht.“

Erwartungen zu Einflüssen von Covid-19 auf das Geschäftsjahr 2021
Das 1. Quartal 2021 war weltweit von einer regional unterschiedlichen Entwicklung der Covid-19-Pandemie bei insgesamt weiter hohen Infektionszahlen sowie von einer zunehmenden Zahl von Virus-Mutationen gekennzeichnet. Um die Covid-19-Ausbreitung weiter einzudämmen, ist das öffentliche und private Leben daher in vielen Ländern gegenwärtig wieder eingeschränkt. Die Impfprogramme wurden weltweit begonnen und sind in den einzelnen Ländern unterschiedlich weit fortgeschritten.

Fresenius rechnet mit belastenden Effekten durch die Covid-19-Pandemie auch im weiteren Jahresverlauf. Spürbare Verbesserungen der Rahmenbedingungen in seinen wesentlichen Märkten erwartet das Unternehmen erst in der zweiten Jahreshälfte. Diese Erwartung steht unter dem Vorbehalt einer zügig voranschreitenden Durchimpfung der Bevölkerung in diesen Märkten. Diese Annahmen sind mit erheblicher Unsicherheit behaftet.

Eine Verschlechterung der Situation, die mit weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in einem oder mehreren wesentlichen Märkten von Fresenius verbunden ist, erscheint zunehmend unwahrscheinlich, bleibt aber weiterhin ein Risiko. Sich daraus ergebende Auswirkungen mit wesentlichem und unmittelbarem Einfluss auf den Gesundheitssektor ohne eine angemessene Kompensation sind demzufolge nicht im Konzernausblick für das Gesamtjahr 2021 berücksichtigt.

Konzern-Ausblick für 2021 bestätigt
Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet Fresenius weiterhin einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes1 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Ferner erwartet das Unternehmen eine im Vergleich zum Vorjahr mindestens in etwa stabile Entwicklung des währungsbereinigten Konzernergebnisses2,3. Implizit geht Fresenius davon aus, dass das währungsbereinigte Konzernergebnis2 ohne Berücksichtigung der Ergebnisbeiträge von Fresenius Medical Care im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wachsen wird.

Darüber hinaus rechnet Fresenius damit, dass der Verschuldungsgrad4 zum Jahresende 2021 in etwa am oberen Ende des selbstgesetzten Zielkorridors von 3,0x bis 3,5x liegt.

Fresenius hat die Vorbereitungen konzernweiter strategischer Initiativen vorangetrieben, um die Profitabilität nachhaltig zu steigern. Dabei handelt es sich um geplante Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und zur dauerhaften Senkung der Kostenbasis, den weiteren Ausbau künftiger Wachstumsfelder sowie Optimierungen des Portfolios. Diese Maßnahmen sollen zu Ergebnisverbesserungen von jährlich mindestens 100 Mio € nach Steuern und Minderheitenanteilen bis zum Jahr 2023 führen mit der Möglichkeit, in den Folgejahren noch zusätzliche Verbesserungen zu erzielen. Das Unternehmen rechnet in diesem Zusammenhang mit erheblichen Aufwendungen. Diese dürften sich in den Jahren 2021 bis 2023 in der Größenordnung von durchschnittlich 100 Mio € p.a. nach Steuern und Anteilen Dritter bewegen und werden als Sondereinflüsse klassifiziert.

1 Basis 2020: 36.277 Mio €
2  Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2020: 1.796 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2021 vor Sondereinflüssen
4 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen; vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 18 im PDF.


3 % Wachstum beim währungsbereinigten Umsatz
Der Konzernumsatz im 1. Quartal 2021 fiel um 2 % (stieg währungsbereinigt: 3 %) auf 8.984 Mio € (1. Quartal 2020: 9.135 Mio €). Das organische Wachstum betrug 2 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen negativen Einfluss von 5 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 4 bis 5 % erzielt (1. Quartal 2020: 7 bis 8 %).

2 % Rückgang beim währungsbereinigten Konzernergebnis2,3
Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen und der berichtete Konzern-EBITDA fielen um 7 % (währungsbereinigt: -2 %) auf 1.628 Mio € (1. Quartal 2020: 1.755 Mio €).

Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen und der berichtete Konzern-EBIT fielen um 11 % (währungsbereinigt um -6 %) auf 1.006 Mio € (1. Quartal 2020: 1.125 Mio €). Der währungsbereinigte Rückgang des EBIT war im Wesentlichen negativ beeinflusst von Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit Covid-19. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen und die berichtete EBIT-Marge betrugen 11,2 % (1. Quartal 2020: 12,3 %).

Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf -137 Mio € (1. Quartal 20202: -174 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von Einsparungen durch erfolgreiche Refinanzierungsaktivitäten, ein niedrigeres Zinsniveau und Währungseffekte. Das berichtete Zinsergebnis verbesserte sich ebenfalls auf -137 Mio € (1. Quartal 2020: -182 Mio €).

Die Steuerquote vor Sondereinflüssen und die berichtete Steuerquote lagen im 1. Quartal 2021 bei 22,8 % (1. Quartal 2020: 22,6 %).

Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen und der berichtete auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn lag im 1. Quartal 2021 bei
-236 Mio € (1. Quartal 2020: -271 Mio €). Davon entfielen 95% auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care.

1 Geschätzte Covid-19-Effekte für Q1/21 und Q1/20 finden Sie auf Seite 16.
2 Vor Sondereinflüssen
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 18 im PDF.

 

Das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen fiel im 1. Quartal 2021 um 6 % (währungsbereinigt: -2 %) auf 435 Mio € (1. Quartal 2020 : 465 Mio €). Der absolute negative Covid-19-Effekt war im 1. Quartal 2021 stärker ausgeprägt als im Vorjahresquartal. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte3 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Konzernergebniswachstum1 vor Sondereinflüssen von 0 bis 4 % erzielt (1. Quartal 2020: 6 bis 10 %). Das berichtete Konzernergebnis1 fiel auf 435 Mio € (1. Quartal 2020: 459 Mio €).

Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen fiel im 1. Quartal 2021 um 6 % (währungsbereinigt: -2 %) auf 0,78 € (1. Quartal 20202: 0,83 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug ebenfalls 0,78 € (1. Quartal 2020: 0,82 €).

Investitionen in Wachstum fortgesetzt
Fresenius investierte im 1. Quartal 2021 384 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Konzernumsatzes (1. Quartal 2020: 547 Mio €; 6 % des Konzernumsatzes). Schwerpunkte waren Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten sowie Krankenhäuser und Tageskliniken.

Das Akquisitionsvolumen im 1. Quartal 2021 betrug 149 Mio € (1. Quartal 2020: 412 Mio €) im Wesentlichen für den Erwerb von Dialysezentren bei Fresenius Medical Care.

Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow fiel im 1. Quartal 2021 auf 652 Mio € (1. Quartal 2020: 878 Mio €) aufgrund einer saisonalen Schwankung bei der Rechnungsstellung und Veränderungen des Nettoumlaufvermögens von Fresenius Medical Care in Nordamerika. Die Marge betrug 7,3 % (1. Quartal 2020: 9,6 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden fiel auf 241 Mio € (1. Quartal 2020: 305 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden stieg auf 117 Mio € (1. Quartal 2020: -40 Mio €).

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen
3 Geschätzte Covid-19-Effekte für Q1/21 und Q1/20 finden Sie auf Seite 16.

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 18 im PDF.

 

Solide Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns stieg um 3 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 68.966 Mio € (31. Dezember 2020: 66.646 Mio €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Währungsumrechnungseffekte und auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 6 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 16.693 Mio € (31. Dezember 2020: 15.772 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 3 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 52.273 Mio € (31. Dezember 2020: 50.874 Mio €).

Das Eigenkapital stieg um 6 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 27.514 Mio € (31. Dezember 2020: 26.023 Mio €). Die Eigenkapitalquote betrug 39,9 % (31. Dezember 2020: 39,0 %).

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 2 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 26.508 Mio € (31. Dezember 2020: 25.913 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 2% (währungsbereinigt: 1 %) auf 24.631 Mio € (31. Dezember 2020: 24.076 Mio €).

Der Verschuldungsgrad zum 31. März 2021 stieg auf 3,52x1,2 (31. Dezember 2020: 3,44x1,2). Dies ist zurückzuführen auf den Covid-19-bedingten EBITDA-Rückgang und höhere Netto-Finanzverbindlichkeiten.

1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen
2 Vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 18 im PDF.

Anzahl der Beschäftigten
Zum 31. März 2021 betrug die Anzahl der Beschäftigten weltweit 310.842 (31. Dezember 2020: 311.269).

 

Die Unternehmensbereiche
Fresenius Medical Care (Finanzzahlen gemäß Presseinformation von Fresenius Medical Care)
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 31. März 2021 behandelte Fresenius Medical Care 344.476 Patientinnen und Patienten in 4.110 Dialysezentren. Neben dem Kerngeschäft in der ganzheitlichen Nierentherapie konzentriert sich das Unternehmen auf die Expansion in den Bereichen Unterstützende Geschäftsaktivitäten und Intensivmedizinische Lösungsansätze.


 

  • Organisches Wachstum wie erwartet durch Covid-19 beeinträchtigt
  • Berichteter Umsatz und Gewinn weiterhin von negativen Währungseffekten beeinflusst
  • Ergebnisentwicklung im 1. Quartal unterstützt durch Phaseneffekte sowie erwartet niedrigere Vertriebs- und Verwaltungskosten; Umkehr des Effekts im weiteren Jahresverlauf erwartet
  • Ziele für das Geschäftsjahr 2021 bestätigt

Der Umsatz von Fresenius Medical Care fiel im 1. Quartal 2021 um 6 % (stieg währungsbereinigt: 1 %) auf 4.210 Mio € (1. Quartal 2020: 4.488 Mio €). Währungseffekte hatten somit einen negativen Einfluss von 7 %. Das organische Umsatzwachstum betrug 1 %.

Im 1. Quartal 2021 fiel der EBIT um 15 % (fiel währungsbereinigt: -8 %) auf 474 Mio € (1. Quartal 2020: 555 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 11,3 % (1. Quartal 2020: 12,4 %). Der Rückgang ist hauptsächlich zurückzuführen auf die Auswirkungen von Covid-19 in allen Regionen, höhere Personalkosten und beträchtliche negative Währungseffekte. Darüber hinaus wurde der EBIT negativ beeinflusst durch einen positiven Vorjahreseffekt aus der Veräußerung von Herz-Kreislauf-Zentren und durch den Wegfall einer teilweisen Auflösung einer Umsatzanpassung im Vorjahr. Dies wurde teilweise ausgeglichen durch einen verbesserten Kostenträger-Mix, hauptsächlich aufgrund eines höheren Anteils an Medicare Advantage-Versicherten, sowie durch den erwarteten Effekt geringerer Vertriebs- und Verwaltungskosten, dessen Umkehr für den weiteren Jahresverlauf erwartet wird.

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt


Das Ergebnis1 fiel im 1. Quartal 2021 um 12 % (fiel währungsbereinigt: -6 %) auf 249 Mio € (1. Quartal 2020: 283 Mio €) insbesondere aufgrund der oben genannten Ergebniseffekte. Teilweise gegenläufig wirkten sich niedrigere Finanzierungskosten aus. Sie gingen um 27% auf 76 Mio € zurück (1. Quartal 2020: 104 Mio €).

In den ersten drei Monaten des Jahres 2020 waren negative Auswirkungen von Covid-19 aufgetreten, die im darauffolgenden Quartal ausgeglichen wurden und damit die Vergleichsbasis für das 2. Quartal 2021 erhöhen. Dazu zählen insbesondere die Ausgleichszahlungen der US-Regierung im Rahmen des CARES-Gesetzes (Coronavirus Aid, Relief, and Economic Security Act). Die Entwicklung des Konzernergebnisses im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres ist durch diese Vorjahreseffekte beeinflusst.

Der operative Cashflow betrug im 1. Quartal 2021 208 Mio € (1. Quartal 2020: 584 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 4,9 % (1. Quartal 2020: 13,0 %). Der Rückgang ist auf die Saisonalität der Rechnungsstellung und die periodische Verzögerung von Zahlungen durch öffentliche Gesundheitsorganisationen zurückzuführen.

Fresenius Medical Care bestätigt den am 23. Februar 2021 veröffentlichten Ausblick für das Geschäftsjahr 2021. Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatzwachstum2 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und einem Rückgang des Konzernergebnisses1,3 im hohen Zehner- bis mittleren Zwanziger-Prozentbereich gegenüber der Basis 20204.

Für weitere Informationen siehe Pressemitteilung Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de.

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
2 Basis 2020: 17.859 Mio €
3 Basis 2020: 1.359 Mio € vor Sondereinflüssen; 2021 vor Sondereinflüssen
4 Die Ziele basieren auf den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2020 ohne die Wertminderung von Firmenwert und Markennamen im Segment Lateinamerika in Höhe von 195 Mio €. Die Ziele schließen die voraussichtlichen Auswirkungen von Covid-19 ein, sind währungsbereinigt und berücksichtigen keine Sondereffekte. Sondereffekte umfassen Kosten im Zusammenhang mit FME25 sowie andere Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren bzw. deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren.

 

Fresenius Kabi
Fresenius Kabi ist spezialisiert auf intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel, klinische Ernährung und Infusionstherapien für schwer und chronisch kranke Menschen im Krankenhaus und im ambulanten Bereich. Das Unternehmen ist ferner ein führender Anbieter von medizintechnischen Geräten und Produkten der Transfusionstechnologie. Im Bereich Biosimilars entwickelt Fresenius Kabi Produkte mit den Schwerpunkten Onkologie und Autoimmunerkrankungen.

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

  • Nordamerika durch Covid-19-Effekte und temporäre Produktionsverzögerung weiterhin beeinträchtigt
  • Gute Entwicklung in Europa durch außerordentlichen Nachfrageschub für Produkte zur Behandlung von Covid-19-Patienten im Vorjahresquartal überlagert
  • Schwellenmärkte mit ausgezeichnetem Umsatz- und Ergebniswachstum; starkes Wachstum in China zurückzuführen auf dynamische Erholung bei elektiven Behandlungen

Der Umsatz von Fresenius Kabi fiel um 2 % (stieg währungsbereinigt: 4 %) auf 1.761 Mio € (1. Quartal 2020: 1.789 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 3 %. Negative Währungsumrechnungseffekte von 6 % ergaben sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar, dem Brasilianischen Real und dem Argentinischen Peso.

Der Umsatz in Nordamerika fiel im 1. Quartal 2021 um 17 % (organisch: -9 %) auf 558 Mio € (1. Quartal 2020: 669 Mio €). Die zusätzliche Nachfrage nach Medikamenten zur Behandlung von Covid-19-Patienten konnte die fehlenden Beiträge aus der geringeren Anzahl elektiver Behandlungen, wettbewerbsbedingtem Preisdruck, der Insolvenz eines Kunden und temporären Produktionseinschränkungen nur teilweise ausgleichen.

In Europa fiel der Umsatz um 1 % (organisch: -1 %) auf 626 Mio € (1. Quartal 2020: 631 Mio €) im Wesentlichen bedingt durch die starke Nachfrage nach Produkten für die Behandlung von Covid-19-Patienten im Vorjahresquartal.

In der Region Asien-Pazifik stieg der Umsatz im 1. Quartal 2021 um 23 % (organisch: 26 %) auf 392 Mio € (1. Quartal 2020: 319 Mio €). Zu diesem starken Wachstum führte vor allem die dynamische Erholung bei der Anzahl elektiver Behandlungen in China verbunden mit einer niedrigen Vorjahresbasis aufgrund negativer Covid-19-Effekte sowie eine zunehmende Erholung weiterer asiatischer Märkte.

Der Umsatz in Lateinamerika/Afrika stieg im 1. Quartal 2021 um 9 % (organisch: 28 %) auf 185 Mio € (1. Quartal 2020: 170 Mio €). Das ausgezeichnete organische Wachstum ist auf die starke Nachfrage nach Produkten für die Behandlung von Covid-19-Patienten zurückzuführen.

Der EBIT1 fiel im 1. Quartal 2021 um 4 % (stieg währungsbereinigt: 2 %) auf 276 Mio € (1. Quartal: 289 Mio €) mit einer EBIT-Marge von 15,7 % (1. Quartal: 16,2 %). Der währungsbereinigte Anstieg wurde reduziert durch eine geringere Nachfrage und die damit einhergehende Unterauslastung von Produktionskapazitäten in den USA, wettbewerbsbedingten Preisdruck verbunden mit vereinzelten Lieferschwierigkeiten aufgrund temporärer Produktionseinschränkungen und fehlende Umsatzbeiträge eines nunmehr insolventen Kunden. Gegenläufig wirkten positive COVID-19-Effekte sowie niedrigere Verwaltungskosten bedingt durch reduzierte Reisetätigkeit und verschobene Projekte.

Das Ergebnis1,2 fiel im 1. Quartal 2021 um 4 % (stieg währungsbereinigt: 3 %) auf 190 Mio € (1. Quartal 20201: 197 Mio €).

Der operative Cashflow stieg im 1. Quartal 2021 auf 278 Mio € (1. Quartal 2020: 174 Mio €). Die Cashflow-Marge stieg auf 15,8 % (1. Quartal 2020: 9,7 %) im Wesentlichen bedingt durch ein durch Zahlungseingänge verbessertes Netto-Umlaufvermögen.

Fresenius Kabi bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2021 ein organisches Umsatzwachstum3 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Der währungsbereinigte EBIT4 soll eine stabile Entwicklung bis zu niedrigem prozentualem Wachstum zeigen. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2020: 6.976 Mio €
4 Basis 2020: 1.095 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2021 vor Sondereinflüssen


Fresenius Helios
Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland und Helios Spanien. Helios Deutschland betreibt 89 Krankenhäuser, ~130 Medizinische Versorgungszentren und 6 Präventionszentren. Helios Spanien betreibt 47 Krankenhäuser, 74 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit 6 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika aktiv.

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

  • Helios Spanien mit starkem organischen Umsatzwachstum aufgrund von Erholung elektiver Behandlungen
  • Verlängerte Regelung zu Freihaltepauschalen unterstützt Helios Deutschland
  • Wachstum zusätzlich unterstützt durch Akquisitionen in Deutschland und Lateinamerika

Der Umsatz stieg im 1. Quartal 2021 um 7 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 2.649 Mio € (1. Quartal 2020: 2.466 Mio €). Das organische Wachstum betrug 4 %. Akquisitionen trugen 4 % zum Umsatzwachstum bei.

Der Umsatz von Helios Deutschland stieg im 1. Quartal 2021 um 4 % (organisch: 0 %) auf 1.673 Mio € (1. Quartal 2020: 1.603 Mio €). Die verlängerte Regelung bei den sogenannten Freihaltepauschalen, die sich nunmehr u.a. an den Covid-19-Inzidenzen in der jeweiligen Region orientierten, milderte die negativen Covid-19-Effekte ab. Die Akquisitionen der Malteser-Krankenhäuser trugen 4 % zum Umsatzwachstum bei.

Der Umsatz von Helios Spanien stieg im 1. Quartal 2021 um 13 % (währungsbereinigt: 14 %) auf 976 Mio € (1. Quartal 2020: 863 Mio €). Das organische Wachstum betrug 11 % und war getrieben durch eine deutliche Erholung der Anzahl der elektiven Behandlungen, die durchgängig hohe Nachfrage nach ambulanten Behandlungen und nach Dienstleitungen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsvorsorge. Ferner zeigten die Krankenhäuser in Lateinamerika eine gute Entwicklung. Akquisitionen in Kolumbien trugen 3 % zum Umsatzwachstum bei.

Der EBIT von Fresenius Helios fiel im 1. Quartal 2021 um 2 % (währungsbereinigt: -1 %) auf 268 Mio € (1. Quartal 2020: 274 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 10,1 % (1. Quartal 2020: 11,1 %).

Der EBIT von Helios Deutschland fiel im 1. Quartal 2021 um 9 % auf 150 Mio € (1. Quartal 2020: 165 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 9,0 % (1. Quartal 2020: 10,3 %).
Die Regelung bei den Freihaltepauschalen glichen die COVID-19-Effekte weitestgehend aus. Der EBIT-Rückgang ist im Wesentlichen auf die Ausgliederung des Pflegekostenanteils aus den Fallpauschalen sowie die positive Entwicklung im Januar und Februar 2020 zurückzuführen.

Der EBIT von Helios Spanien stieg im 1. Quartal 2021 um 13 % (währungsbereinigt: 14 %) auf 126 Mio € (1. Quartal 2020: 112 Mio €). Die EBIT-Marge stieg auf 12,9 % (1. Quartal 2020: 13,0 %). Das gute organische Umsatzwachstum führte zu einer verbesserten Fixkostenabdeckung. Die Krankenhausakquisitionen in Kolumbien trugen ebenfalls zum Wachstum bei.

Das Ergebnis1 von Fresenius Helios fiel im 1. Quartal 2021 um 2 % (währungsbereinigt: -1 %) auf 173 Mio € (1. Quartal 2020: 176 Mio €).

Der operative Cashflow stieg im 1. Quartal 2021 auf 215 Mio € (1. Quartal 2020: 145 Mio €) im Wesentlichen bedingt durch ein durch Zahlungseingänge verbessertes Netto-Umlaufvermögen. Die Cashflow-Marge lag bei 8,1 % (1. Quartal 2020: 5,9 %).

Fresenius Helios bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2021 ein organisches Umsatzwachstum2 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und ein währungsbereinigtes EBIT3-Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich, jeweils inklusive Covid-19-Effekte.

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Basis 2020: 9.818 Mio €
3 Basis 2020: 1.025 Mio €; 2021 vor Sondereinflüssen

 

Fresenius Vamed
Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung.

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt

  • Weiterhin deutlich belastende Covid-19-Effekte
  • Projektgeschäft stark belastet durch Covid-19-bedingte Verschiebungen und Stornierungen bei Aufträgen sowie eingeschränkte globale Lieferketten
  • Reha-Geschäft weiterhin beeinträchtigt durch weniger elektive Eingriffe
  • Weiterhin robuste Entwicklung bei technischen High-End-Dienstleistungen

Der Umsatz von Fresenius Vamed fiel im 1. Quartal 2021 um 4 % (währungsbereinigt: -4 %) auf 477 Mio € (1. Quartal 2020: 499 Mio €). Organisch fiel der Umsatz ebenso um 4 %.

Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg im 1. Quartal 2021 um 2 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 363 Mio € (1. Quartal 2020: 357 Mio €). Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 20 % (währungsbereinigt: -20 %) auf 114 Mio € (1. Quartal 2020: 142 Mio €), bedingt durch Verschiebungen und Stornierungen von Projekten.

Der EBIT fiel im 1. Quartal 2021 um 129 % (währungsbereinigt: -129 %) auf -4 Mio € (1. Quartal 2020: 14 Mio €) mit einer EBIT-Marge von -0,8 % (1. Quartal 2020: 2,8 %). Kapazitäten in den Rehabilitationskliniken blieben teilweise ungenutzt, da die Zuweisungen aus den Akut-Krankenhäusern deutlich niedriger ausfielen und gesundheitsbehördlich angeordnete Einschränkungen bis hin zu Schließungen von Einrichtungen veranlasst wurden. Im Projektgeschäft fielen zusätzliche Kosten aufgrund von Projektverschiebungen und Einschränkungen bei den globalen Lieferketten an.

Das Ergebnis1 fiel im 1. Quartal 2021 auf -7 Mio € (1. Quartal 2020: 7 Mio €).

Der Auftragseingang betrug im 1. Quartal 2021 138 Mio € (1. Quartal 2020: 124 Mio €). Der Auftragsbestand zum 31. März 2021 lag bei 3.082 Mio € (31. Dezember 2020: 3.055 Mio €). Auftragseingang ist weiterhin gekennzeichnet durch Stornierungen und Verschiebungen internationaler Projekte aufgrund der Covid-19-Pandemie.

Der operative Cashflow fiel im 1. Quartal 2021 auf -44 Mio € (1. Quartal 2020: -20 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug -9,2 % (1. Quartal 2020: -4,0 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf das geringere Ergebnis zurückzuführen.

Fresenius Vamed bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr ein organisches Umsatzwachstum2 im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Beim EBIT3 wird ein hoher zweistelliger Millionen-Euro-Betrag erwartet. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete negative Covid-19-Effekte.

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
2 Basis 2020: 2.068 Mio €
3 Basis 2020: 29 Mio €; 2021 vor Sondereinflüssen

 

Telefonkonferenz
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 1. Quartal 2021 findet am 6. Mai 2021 um 13.30 Uhr (CEDT) / 07.30 Uhr EDT eine Telefonkonferenz statt. Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/medien-termine. Nach der Telefonkonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung auf unserer Website zur Verfügung.

Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen können Sie unserer Website entnehmen https://www.fresenius.de/alternative-leistungskennzahlen.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.