17:30 Uhr: Zurück auf der Kinderintensivstation. Philipp hat die schwere Operation überstanden. Aus den ursprünglich veranschlagten vier Stunden sind fast acht Stunden Operation geworden. Professor Martin Kostelka sieht müde, aber zufrieden aus. „Manchmal entpuppt sich während einer Operation die Situation als wesentlich komplexer als angenommen. Dann muss man von seiner Routine abweichen, reagieren, Lösungen finden“, sagt er. „In Philipps Fall war das so. Aufgrund einer anatomischen Anomalie der Herzkranzgefäße haben wir insgesamt drei Mal neu angesetzt und damit auch drei Mal das Herz stillgelegt – eine enorme Belastung für den kleinen Jungen. Aber wir haben es geschafft, und jetzt bin ich einfach nur richtig glücklich und zuversichtlich“, lächelt er.

Schon knapp drei Wochen später kann Philipp mit seiner Mutter das Krankenhaus verlassen. Der Säugling ist wohlauf. Mit seiner Familie kann er nun in ein gesundes Leben starten.

Fotos: © Thomas Oberländer, Helios