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  • Fresenius Medical Care Swaziland
  • Nierenkranken helfen in Swasiland

    Mitarbeiter von Fresenius Medical Care betreiben das einzige Dialysezentrum des Landes.

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  • Nierenkranken helfen in Swasiland

Krankenschwester Ntombencane Hlatshwayo hilft einer Patientin; Pflegerin Siphiwo Tsabedze auf ihren Runden; Prüfung eines Dialysegerät vor der nächsten Behandlung, Krankenschwester Fungisai Kanyakwila-Museve in einem ruhigen Moment mit einem Patienten; Außenansicht des Mbabane Government Hospital.

Im kleinen südafrikanischen Swasiland erhält dank Fresenius Medical Care eine wachsende Zahl von Patienten eine lebensrettende Dialysebehandlung. Das Unternehmen betreibt das einzige Dialysezentrum des Landes.

Das Zentrum mit derzeit rund 180 Hämodialysepatienten befindet sich im Mbabane Government Hospital in Swasiland's Hauptstadt Mbabane und arbeitet als Public-Private-Partnership (PPP). Es wird von Fresenius Medical Care Südafrika verwaltet, das seinen Sitz rund 250 Kilometer entfernt in der Nähe von Johannesburg hat.

Die Geschichte des Dialysezentrums reicht bis ins Jahr 2017 zurück, als eine Nierenstation im Krankenhaus eröffnet wurde. Zunächst wurde die Hämodialyse auf der Intensivstation durchgeführt, aber aufgrund der stetig steigenden Patientenzahl wurde 2009 eine eigene Dialysestation eröffnet. Seit 2014 wird sie von Fresenius Medical Care geführt.

Die Nephrologin Dr. Thandiwe Dlamini ist die Ärztliche Direktorin des Zentrums.

Der Betrieb eines einzelnen Dialysezentrums in einem abgelegenen Entwicklungsland ist nicht einfach. Swasiland – dessen König Mswati III. das Land in "Königreich der eSwatini" umbenannt hat – hat seinen eigenen Rechtsrahmen, und da alle Dialyseprodukte importiert werden müssen, kann es zu Schwierigkeiten mit den Zollformalitäten kommen. Die gesundheitlichen Herausforderungen der nur rund 1,3 Millionen Einwohner des Landes sind enorm. Mit lediglich 52 Jahren hat Swasiland eine der niedrigsten durchschnittlichen Lebenserwartungen der Welt. Swasiland hat zudem eine der weltweit höchsten HIV-Infektionsraten, was häufig zu Nierenerkrankungen führt. Die Mittel für die Gesundheitsfürsorge sind begrenzt.

"Das Dialysezentrum von Fresenius Medical Care hat eine hohe Bedeutung für Swasiland."

Trotz dieser Schwierigkeiten ist die Ärztliche Direktorin des Dialysezentrums, Dr. Thandiwe Dlamini, optimistisch. Sie lobt die Regierung dafür, dass sie den Bürgern den Zugang zur Dialyse ermöglicht habe, und die Mitarbeiter ihres Teams sowie externe Organisationen dafür, das Bewusstsein für Nierenerkrankungen in Swasiland gestärkt zu haben. Dies habe in vielen Fällen zu einer früheren Diagnose einer Nierenerkrankung geführt und damit ermöglicht, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.

„Dank des Engagements und der Lernbereitschaft der Mediziner, die im Dialysezentrum hospitierten, ist die Zahl der Ärzte, die Patienten mit akuten und chronischem Nierenversagen behandeln können, deutlich gestiegen“, erläutert Dlamini. „Der Einsatz des Pflegeteams war sehr inspirierend und entscheidend für die Verbesserung des Serviceangebots für die Patienten.“

Der hohe Standard der Dialysebehandlung in Mbabane habe zu einer geringeren Sterblichkeit und einer höheren Lebensqualität der Patienten geführt, erläutert die Krankenschwester Ntombecane Hlatshawayo. Für viele Familien bedeute dies auch einen höheren Lebensstandard, da die meisten Patienten zum Einkommen beitragen. Eine qualitativ hochwertige Dialyse erleichtere es ihnen, einen festen Arbeitsplatz zu behalten. Sie ergänzt: „Die Eröffnung des Dialysezentrums von Fresenius Medical Care hat eine hohe Bedeutung für Swasiland. Es hat die Versorgung von Patienten mit Nierenerkrankungen deutlich verbessert.“