Fresenius Group Overview

  • Mehr als 40 Jahre Dialysatoren-Werk in St. Wendel

    In St. Wendel entwickelt und produziert Fresenius in den 1970er Jahren die ersten eigenen Dialysatoren und legt damit den Grundstein für den Erfolg des Unternehmens.

  • Einblicke
  • Mehr als 40 Jahre Dialysatoren-Werk in St. Wendel

Der erste Dialysator mit Cuprophan-Membran ist 1977 einsatzbereit. 1985 beginnt in St. Wendel die Großserienfertigung von Polysulfon-Dialysatoren. Sie bestimmen bis heute den Industrie-Qualitätsstandard.

Wer die Wurzeln des Erfolgs von Fresenius Medical Care sucht, sollte einen Blick ins Saarland werfen: Der Aufstieg des Unternehmens zum Weltmarktführer in der Dialyse ist eng mit der Geschichte des Standorts St. Wendel verknüpft.

Hier wurden vor mehr als 40 Jahren die ersten Fresenius-Dialysatoren entwickelt, hier standen die ersten Fertigungslinien.Heute ist das Werk in St. Wendel einer der weltweit größten Produktionsstandorte für Dialysatoren und einer der wichtigsten Forschungs- und Entwicklungsstandorte von Fresenius Medical Care. 1974 übernahm Fresenius in St. Wendel eine ehemalige Strumpffabrik und baute dort zunächst eine Produktion für Infusionslösungen auf, mit anfangs rund 100 Mitarbeitern.

Neben Dialysatoren produziert Fresenius Medical Care in St. Wendel auch Systeme für die Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse).

1977 fiel der Startschuss für die Produktion von Dialysatoren. Fresenius entschied sich für das Werk in St. Wendel als Entwicklungs- und Produktionsstandort. „Das Problem war nur: Wir hatten noch gar keinen Dialysator, das Ganze war zu dem Zeitpunkt nur eine Vision“, so Klaus Heilmann, ehemaliger Werksleiter in St. Wendel und damals mit dem Projekt „Dialysator“ beauftragt. Doch die Vision wurde Realität, und 1979 produzierte das Werk in St. Wendel bereits 200.000 Filter pro Jahr, gefertigt aus den damals industrieüblichen Cuprophan-Fasern. „Als entscheidenden Faktor für den Erfolg sehe ich die Fresenius-Kultur: unternehmerischer Mut und hoch motivierte Mitarbeiter“, so Heilmann. 

Anfang der achtziger Jahre gelang dem St. Wendeler Forschungsteam ein technologischer Durchbruch. Es entwickelte einen Dialysator aus dem Kunststoff Polysulfon und läutete damit eine neue Ära in der Behandlung von Patienten mit chronischem Nierenversagen ein. Dialysatoren aus Polysulfon reinigen das Blut des Patienten besonders effektiv und verträglich, sie bestimmen bis heute den Industrie-Qualitätsstandard. Seitdem hat Fresenius Medical Care die Dialysatoren immer weiter verbessert und die Produktionskapazitäten in St. Wendel mehrfach erweitert. Allein in den Jahren 2013 und 2014 investierte das Unternehmen mehr als 100 Millionen Euro in den Standort. „Und die Investitionen werden in den kommenden Jahren weitergehen. Das ist eine feste Zusage“, so Dr. Ulf M. Schneider, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, anlässlich der Jubiläumsfeier zum 40-jährigen Bestehen des Werks.

In einer der ersten Faserspinnanlagen in St. Wendel wurden acht Dialysefasern parallel gesponnen. Moderne Spinnanlagen produzieren mehr als 1.000 Dialysefasern gleichzeitig.

Rice Powell, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care, gratulierte dem Standort und betonte die große Bedeutung des Werks für den Erfolg von Fresenius Medical Care. „Vor 40 Jahren hat wohl keiner ahnen können, dass wir heute Dialyseprodukte in mehr als 120 Länder liefern und Dienstleistungen in rund 45 Ländern anbieten. Auch heute wissen wir noch nicht genau, was die nächsten 40 Jahre bringen werden, aber wir freuen uns darauf, die Erfolgsgeschichte des Unternehmens auch in St. Wendel fortzuschreiben“, so Powell.

Werk St. Wendel

Am Standort St. Wendel, Saarland, entwickelt und produziert Fresenius Medical Care lebenserhaltende Produkte zur Behandlung von Patienten mit chronischem Nierenversagen. Dazu zählen Dialysatoren (künstliche Nieren) sowie Systeme für die Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse). St. Wendel ist das "Stammwerk" der Dialysatoren-Fertigung bei Fresenius.