Fresenius Group Overview

Die Natur als Lebensgrundlage schützen

Als Gesundheitskonzern sieht sich Fresenius in der Verantwortung, die Natur zu schützen und mit ihren Ressourcen ­sorgsam umzugehen. Um mögliche negative Einflüsse auf die Umwelt zu vermeiden, gilt es, potenzielle Gefährdungen zu identifizieren und zu bewerten sowie erforderliche Maßnahmen zum Schutz der Umwelt zu treffen.

Solar Panels
Solarpanels im Werk von Fresenius Kabi in Haina, Dominikanische Republik

In unseren Unternehmensbereichen nutzen wir die Norm ISO 14001 als Basis des jeweiligen Umweltmanagements. Im Berichtsjahr 2019 wurden weitere Standorte in Zertifi­zierungsprozesse einbezogen mit dem Ziel, die Abdeckung kontinuierlich zu erhöhen. Weiterhin haben wir uns dahin gehend verbessert, dass in allen vier Unternehmensbereichen die Implementierung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 umgesetzt bzw. die Zertifizierung von Standorten vorangetrieben wird.

Die vier Unternehmensbereiche des Fresenius-Konzerns richten ihr Umweltmanagement selbstständig an ihren jeweiligen Geschäftsmodellen aus. Deshalb stellen wir das Umweltschutzsystem für jeden Unternehmensbereich gesondert dar. Der Energieverbrauch1, der Wasserverbrauch1 und die Treibhausgasemissionen1 werden für alle Unter­nehmensbereiche berichtet. Die Verbräuche variieren je nach Geschäftsmodell. Darüber hinaus stellen wir sie im Ver­hältnis zu Umsatz und zu Personal (FTE) dar.

Wasser ist für alle vier Unternehmensbereiche eine wichtige Ressource. Unsere Märkte sind in Bezug auf Hygiene, Sterilität und Produktqualität streng reguliert. In unseren Gesundheitseinrichtungen und Produktionsstätten verwenden wir Wasser, das den gesetzlichen Anforderungen entsprechen muss. Um die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten sowie Beschäftigten zu schützen, stellen wir sicher, dass angemessene Management- und Kontrollsysteme vorhanden sind. Dazu gehören z. B. das regelmäßige Spülen von Leitungen in Krankenhäusern, um eine Verkeimung zu vermeiden, aber auch die Wasseraufbereitung für die Produktion oder die Dialyse.

Wasserverwendung und -rückführung bzw. -aufbereitung werden im Fresenius-Konzern lokal gesteuert. Die Unternehmensbereiche sind für die Einhaltung aller geltenden Gesetze und Vorschriften verantwortlich. Der betriebliche Umweltschutz gibt die jeweiligen Rahmenbedingungen vor. Auch für Abwasser gilt: Von den Unternehmensbereichen wird erwartet, dass sie mit Abwasser an den jeweiligen Standorten so umgehen, wie es die lokalen Gesetze und Vorschriften erfordern, und gegebenenfalls entsprechende Standardverfahrensanweisungen entwickeln und umsetzen.

Im Geschäftsjahr 2019 hat Fresenius1 insgesamt 57,3 Mio m³ (2018: 56,2 Mio m³) Wasser verbraucht. Rund 91 % wurden durch die jeweilige öffentliche Versorgung zur Verfügung gestellt, 7 % entfielen auf Grundwasser. Gerade im Krankenhausbereich wird der Wasserverbrauch nahezu vollständig aus der öffentlichen Versorgung gedeckt. Dies liegt an den hohen Anforderungen an die Wasserqualität in Gesundheitseinrichtungen und den regulatorischen Anforderungen an Hygiene. Die Nutzung von z. B. Regenwasser kann nur in ausgewählten Bereichen erfolgen, die unkritisch für die Patientensicherheit sind.

Wasserverbrauch ­Fresenius-Konzern 1
in Mio m3 2019 2018 2017
­Fresenius Medical Care 43,2 42,1 k. A.
­Fresenius Kabi 9,6 9,7 9,8
­Fresenius Helios 3,8 3,7 3,2
­Fresenius Vamed 0,7 0,7 0,3
Gesamt 57,3 56,2 k. A.
Wasserverbrauch ­relativ Fresenius-Konzern 1
in m3 2019 2018
Wasserverbrauch / 1 Mio € Umsatz 1.612 1.676
Wasserverbrauch / FTE 217,8 228,2

 

Produktionsprozesse und die Behandlung von Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern oder anderen Gesundheitseinrichtungen erfordern einen hohen Energieaufwand. Der bauliche Zustand und die Struktur von Gesundheitseinrichtungen haben unmittelbaren Einfluss auf den Energieverbrauch. Fresenius investiert kontinuierlich in Neubauten und Modernisierungen, die den aktuellen energetischen Standards sowie jeweiligen regulatorischen Vorgaben entsprechen. Insgesamt hat Fresenius 1 im Geschäftsjahr 2019 wie im Vorjahr rund 5,3 Mio MWh an verschiedenen Energieträgern verbraucht. Hauptenergieträger im Konzern sind Strom, ­Erdgas sowie Fernwärme. Auch hier stehen Patienten- und Produktsicherheit im Vordergrund. Eine sichere und unter­brechungsfreie Energieversorgung hat oberste Priorität. Einsparmaßnahmen erwägen wir stets mit größter Sorgfalt. Darüber hinaus optimieren wir den Energieeinkauf hinsichtlich Bedarfsveränderungen sowie der Energieeffizienz, prüfen den möglichen Einsatz erneuerbarer Energien und erzeugen an zahlreichen Standorten eigenen Strom.

Unter den vorgenannten Hauptenergieträger ist der Bedarf an Strom ein wesentlicher CO2-Treiber. Entsprechend sind die Scope-2-Emissionen in allen Unternehmensbereichen höher, als die Scope-1-Emissionen. Im Geschäftsjahr 2019 hat Fresenius1 insgesamt 1.509 Tsd t CO2-Äquivalente ver­ursacht (2018: 1.534 Tsd t CO2-Äquivalente).

Energieverbrauch ­Fresenius-Konzern 1
in Mio MWh 2019 2018 2017
­Fresenius Medical Care 2,42 2,38 k. A.
­Fresenius Kabi 1,64 1,65 1,57
­Fresenius Helios 1,09 1,14 0,95
­Fresenius Vamed 0,16 0,17 0,05
Gesamt 5,32 5,34 k. A.
Energieverbrauch ­relativ Fresenius-Konzern 1
in MWh 2019 2018
Energieverbrauch / 1 Mio € Umsatz 150 159
Energieverbrauch / FTE 20,2 21,7

 

Im Gesundheitsbereich ist der Umgang mit Abfall streng reguliert. Alle Standorte von Fresenius sind verpflichtet, die für die Abfallentsorgung geltenden Gesetze und Vorschriften sowie globale oder lokale Standardarbeitsverfahren und Umweltmanagementbestimmungen einzuhalten. Es gibt wichtige Schnittstellen zwischen einer fachgerechten, sicheren Abfallentsorgung einerseits und den Anforderungen an Hygiene und Sterilität in Produktionsprozessen und Behandlungen in Kliniken andererseits. Dies reicht von der Auswahl geeigneter Entsorgungsbehälter, Reinigungs- und Sterilisationsverfahren bis hin zur Arbeitssicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Entsorgung von gefährlichen, z. B. infektiösen, Abfällen.

Die Unternehmensbereiche definieren bei Bedarf spezifische Vorgaben in internen Richtlinien und vermitteln sie, wenn erforderlich, in lokalen Schulungen. Hinzu kommen Kontrollen, etwa im Bereich der Hygiene in unseren Akutkliniken, um sicherzustellen, dass die Vorgaben auch eingehalten werden.

Treibhausgasemissionen ­Fresenius-Konzern 1, Scope 1 und 2
in Tsd t CO2-Äquivalente   2019 2018 2017
­Fresenius Medical Care Scope 1 227 219 k. A.
  Scope 2 547 557 k. A.
­Fresenius Kabi Scope 1 165 169 174
  Scope 2 249 255 248
­Fresenius Helios Scope 1 107 114 103
  Scope 2 178 182 152
­Fresenius Vamed Scope 1 18 19 3
  Scope 2 18 19 6
Gesamt Scope 1 517 521 k. A.
  Scope 2 992 1.013 k. A.
Treibhausgasemissionen ­relativ Fresenius-Konzern 1
in t CO2-Äquivalente 2019 2018
Treibhausgasemissionen / 1 Mio € Umsatz 42 46
Treibhausgasemissionen / FTE 5,7 6,2

 

1 Die Daten für Fresenius Medical Care umfassen den Energie- und Wasserverbrauch der von GMQ koordinierten Produktionsstandorte ebenso wie den Elektrizitäts und Wasserverbrauch der Dialysekliniken. Die Treibhausgasemissionen wurden auf Grundlage der Energiedaten berechnet. Da uns die Umweltdaten für das Geschäftsjahr zum Berichterstattungszeitraum noch nicht vollumfänglich vorlagen, wurden einige Daten auf Grundlage bereits vorhandener Daten extrapoliert. Die Daten von Fresenius Helios enthalten alle eigenen Krankenhäuser in Deutschland und Spanien.  Die Daten von ­Fresenius Kabi enthalten alle Standorte weltweit. Die Daten von ­Fresenius Vamed enthalten alle voll konsolidierten Gesundheitseinrichtungen sowie ab 2018 das von Fresenius Helios an Fresenius Vamed trans­ferierte Post-Akut-Geschäft Deutschland.

 

Weiterführende Informationen finden Sie im Nichtfinanziellen Bericht.